Selektivseher

Jahr
1998 erste separate Publikation
    
Auftraggeber

ARD und ZDF

Was sind Selektivseher und warum sind sie wo wichtig?

Erzeugung
Die Personen im AGF/GfK-Fernsehpanel werden nach ihrer Gesamt-TV-Nutzungsdauer in drei gleichgroße Gruppen eingeteilt:

  • Wenigseher bzw. Selektivseher haben die geringste TV-Nutzung

  • Durchschnittsseher haben eine reguläre Nutzungsdauer

  • Viel- bzw. Intensivseher haben eine hohe TV-Nutzung

Die drei Sehergruppen können als Zielgruppenmerkmal in dem AGF/GfK-Fernsehpanel ausgewählt werden.

Besonderheit
Wenig- bzw. Selektivseher sind eher jung, beruflich aktiv, verdienen gut und sind im Familienleben gefordert. Entsprechend selten kommen sie zum fernsehen und haben geringe Werbekontakte, sind aber eine attraktive Zielgruppe, weil konsumfreudig und konsumstark.

Ihr Gegenpart, die Vielseher, sind oft nicht mehr berufstätig, eher älter mit weniger hohem Einkommen und Bildung sowie mit geringeren familiären Pflichten. Sie kommen häufig zum fernsehen und werden daher von Werbung auch häufig erreicht.

Argumentation
Selektivseher sollten in Mediaplänen stärkere Berücksichtigung finden, da sie mit Werbung "unterversorgt", aber als Konsumenten attraktiv sind. ARD und ZDF entdecken diese Zielgruppe vor allem in ihren Sendern.

Recency Planning wird als Planungsstrategie zur besseren Abdeckung der Selektivseher empfohlen: die darin geforderte Optimierung der Nettoreichweite kann mit ARD und ZDF erreicht werden.

(Bereits in "Qualitäten der Fernsehwerbung II" werden Selektivseher dargestellt, die auf Basis vieler Eigenschaften gebildet werden. Der danach bis heute verfolgte Ansatz beruht jedoch rein auf der Sehdauer.)

Mehr dazu
Qualitäten der Fernsehnutzer. Die Bedeutung der Selektivseher für die Planungsoptimierung, ZDF, 1998
Recency Planning und Selektivseher, ARD und ZDF, 2002
Reichweite und Kontinuität, ARD und ZDF, 2005

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